Warum zahnlose Kiefer Scanner an ihre Grenzen bringen – und wie MedentiWINGS bis zu 25 % mehr Präzision ermöglichen
Zahnlose Kiefer gehören zu den Fällen, bei denen selbst erfahrene Behandler kurz durchatmen müssen. Nicht, weil sie medizinisch besonders kompliziert wären – sondern weil der Intraoralscan oft zur echten Geduldsprobe wird.
Keine Zähne, keine Kanten, keine klaren Referenzen. Stattdessen glatte Schleimhaut, bewegliches Weichgewebe, ein paar Scan-Bodies – und ein Scanner, der plötzlich die Orientierung verliert.
Viele kennen diesen Moment: Der Scan driftet, bricht ab oder wird unbrauchbar. Die Frustration steigt – und im Hinterkopf taucht der Gedanke auf, ob die klassische Abformung nicht doch einfacher gewesen wäre.
Warum Intraoralscanner bei zahnlosen Kiefern oft scheitern
Intraoralscanner leben von Orientierung. Zähne liefern diese automatisch: Flächen, Kanten, Strukturen. Fehlen diese Referenzen, gerät der Algorithmus ins Schwimmen.
Bei vollständig zahnlosen Kiefern kommt erschwerend hinzu:
- bewegliche Schleimhaut
- fehlende geometrische Fixpunkte
- vereinzelte Scan-Bodies ohne Zusammenhang
Das Ergebnis sind Verzerrungen, ungenaue Implantatpositionen und im schlimmsten Fall fehlerhafte prothetische Planungen. Genau hier setzen die MedentiWINGS an.
Die Idee hinter MedentiWINGS – simpel, aber wirkungsvoll
MedentiWINGS verfolgen ein einfaches, aber extrem effektives Prinzip: Scan-Bodies werden miteinander verbunden.
Dazu werden vorgefertigte Wings auf die Scan-Bodies gesteckt – ähnlich wie kleine Steckelemente – und mit einem Tropfen Composite fixiert. So entsteht eine stabile, zusammenhängende Struktur mit klaren geometrischen Referenzen.
Der Scanner bekommt genau das, was er braucht: Orientierung, Stabilität und Wiedererkennung.
Oder wie wir es aus der Praxis sagen: Plug. Bond. Scan. Fertig.
Studienlage: Was die Wissenschaft zu MedentiWINGS sagt
Die Universität Erlangen hat genau dieses Prinzip untersucht. Getestet wurde ein zahnloses Unterkiefermodell mit vier Implantaten.
Zum Einsatz kamen drei gängige Scanner:
Jeder Scanner wurde mehrfach eingesetzt – einmal mit reinen Scan-Bodies, einmal mit zusätzlich eingesetzten MedentiWINGS. Die Ergebnisse wurden mit einem hochpräzisen Referenzmodell verglichen.
Das Ergebnis: Bis zu 25 % mehr Genauigkeit
Die Resultate waren eindeutig:
- TRIOS & Primescan: ca. 0,06 mm Abweichung mit MedentiWINGS
- Ohne Wings: bis zu 0,092 mm Abweichung
Auch beim Medit-Scanner zeigte sich derselbe Trend – mit insgesamt etwas höheren Abweichungen, aber klarer Verbesserung durch die Wings.
Das Fazit der Studie: Bis zu 25 % mehr Präzision – allein durch diese kleinen Verbindungselemente.
Warum trotzdem viele Behandler darauf verzichten
Im Praxisalltag hören wir oft: „Zu umständlich“, „Noch ein Schritt mehr“, „Geht doch auch ohne“.
Gleichzeitig berichten dieselben Behandler von Scanabbrüchen, Wiederholungen und Frust bei reinen Weichgewebescans.
Die Realität ist: Wer bei zahnlosen Kiefern ohne zusätzliche Orientierung scannt, verschenkt Potenzial – in Zeit, Qualität und Nerven.
Der echte Mehrwert von MedentiWINGS im Alltag
MedentiWINGS sorgen nicht nur für bessere Zahlen im Laborbericht, sondern für spürbare Vorteile im Alltag:
- stabilere Scans
- weniger Scanabbrüche
- reproduzierbare Ergebnisse
- mehr Planungssicherheit
Gerade bei komplexen Implantatfällen ist das ein echter Gamechanger.
Fazit aus Labor- und Praxissicht
Wir können die Studienergebnisse aus der Praxis zu 100 % bestätigen. MedentiWINGS machen den entscheidenden Unterschied bei zahnlosen Kiefern.
Zahnlos heißt nicht planlos – wenn man dem Scanner die richtige Orientierung gibt.
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